Das Gesetz der Liebe

Blueberg-Beach, Südafrika, 21.2.2016

In einer Pause zwischen zwei Besichtigungen höre ich die Mutter in mir:

Just call me, I`m here, always here, to service you. Wo waren wir stehen geblieben?

Eure Aufgaben im Einzelnen und als Kollektiv.

Gehe imaginativ zurück zum Meer. Die Stimmen der Menschen sind wie die Brandung. Erinnere Dich.

Ich sah das Meer Tausende kleine Krebse an Land spülen. Manche gruben sich in den nassen Sand, manche wurden von der nächsten Welle an einen anderen Ort gespült. Andere blieben hilflos an Land zurück und verendeten. Ein Schicksal –  viele Variationen.

Ja, und genauso ist es für Euch Menschen. Wir greifen in Eure Leben existentiell ein, wenn Veränderungen im einzelnen Leben anstehen, wenn kollektive Veränderungen anstehen, die Ihr als Gruppe zugesagt habt.

 Sieh die Flüchtlingsströme, die in Europas Süden dem Meer entsteigen. Manche überleben nicht die Überfahrt, manche bleiben in den syrischen und türkischen Lagern hängen, es sind Millionen. Manche erreichen Neuland, und trotz aller Widerstände schlagen sie ihre Wurzeln in das Land wie Bäume, und passen sich der neuen Umwelt an. Andere erreichen krank und schwach das Neuland, werden zurückgeschickt oder erreichen nicht das gewünschte Ufer.

Hast Du gesehen, wie viele Tausend und Abertausende Krebse an Land geworfen wurden? Ein Ende war nicht absehbar. So ist es auch mit den flüchtenden Menschen aus dem Norden dieses Kontinents und aus dem arabischen Raum. Sie folgen ihrem gottgewollten Auftrag. Viele lassen ihre Leben, doch immer aufs Neue wird die gefährliche Überfahrt gewagt. Veränderungen in großem Umfange tragen sie nach Europa. Veränderungen, die schon begonnen haben. Sie stören die arrogante Haltung der Wohlstandsmenschen. Ihr solltet Euch die Erde untertan machen, steht als Übersetzungsfehler in Eurem Heiligen Buch. Was für ein fataler folgenschwerer Irrtum.

 Sollten  Religion und Gesetz vereinbar sein, so gibt es nur ein einziges Gesetz:

DIE LIEBE

Das ist das einzige Gesetz: Alle Schöpfung, alle Kreaturen, alle Pflanzen und Bäume, Flüsse, Berge Winde, Feen und Gnome. Alle folgen diesem einen Gesetz.

Joshua predigte dieses Gesetz, nur dieses, vor mehr als zweitausend Jahren Eurer Zeitrechnung, nur dieses:

Liebe Deinen Nächsten und liebe Dich selbst.

Ihr nennt Euch Christen, Ihr die ihr ihm nachfolget. Doch Liebe, Mitgefühl, sogar die Selbstliebe opfert Ihr Eurem wahren Gott, dem Mammon: Geld, Besitz, Sicherheit (nur für Euch und Eure Nachkommen), die Ressourcen der Erde verbraucht Ihr gewissenlos auf, verschwendet sie geradezu.  Skandalös, wieviel Essen in Euren Mülltonnen landet, während Dreiviertel der Weltbevölkerung hungert.

 Und jetzt stören diese Flüchtlingsfamilien, die ohne Habe und zu Fuß Eurer Land  erreichen, diesen Scheinfrieden, rütteln an Euren Herzen wecken Euch auf aus selbstgewählter Isolation in Euren Elfenbeintürmen. Ihr entdeckt die Freude am Geben, die Freude am Helfen. Euer Mitgefühl erwacht, Eure Herzen öffnen sich, und endlich, endlich folgt Ihr dem Gesetz der Liebe, das Joshua lehrte,  fühlt, wie viel größer die Freude ist, Gutes zu tun, als zu konsumieren. Es sind nicht nur zwei, drei, nicht nur Frauen, nicht nur eine Gemeinde oder eine Stadt. Neunzig Prozent der Menschen in dem Land, in dem Du geboren, entscheiden sich dafür, den aus Krieg und Hunger flüchtenden Menschen Hilfe zu gewähren.

 Eure Kanzlerin, so hart sie auch bedrängt wird, insbesondere in den eigenen Reihen, sie verleiht Eurem Land im Herzen Europas ein neues Gesicht. In Geschichtsbüchern Eurer Nachfahren wird ihr ähnliche Ehre zuteilwerden, wie in diesem Land Südafrika dem großen Nelson Mandela, weil sie einen Paradigma-Wechsel einleitet, ein neues Kapitel in der Geschichte Europas schreibt. Viel Liebe, viel Unterstützung wird ihr aus den Ebenen des Lichtes zuteil. Sie ist ausgewählt, trägt eine große Verantwortung, und ihre Handschrift wird Europa neu schreiben.

Diesen Auftrag hat sie genommen. Sorge Dich nicht. Sie hat starke Helfer an ihrer Seite. Ist nicht ihr Name Angela – Engel – schon ein Hinweis. Ihr werdet erkennen eines Tages.

 Was geschehen soll, geschieht. Kein Zaun, keine Abgrenzung kann den Fall Europas verhindern. Zu weit liegen die Ziele der Mitgliedstaaten auseinander, zu groß ist das nationale egoistische Interesse im Vordergrund, Solidarität nur eine Phrase, nicht gelebt. Bald, bald schon wird das Licht am Horizont zu sehen sein.

 Deine Gruppe ist zurück, der Bus losgefahren. Gönne Dir eine Pause.

Ich, die Große Mutter, segne Dich

 

Dieser Text steht zur freien Verfügung, Text-Änderungen sind nicht erlaubt.

aruna irini

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