Osten – Eftalou

Heiße Quellen gibt es insgesamt 7 auf Lesbos, für uns leicht erreichbar ist die heiße Quelle in Eftalou, einer Region außerhalb von Molivos (ca. 40 Minuten zu Fuß). Während der Saison fahren Busse in stündlichem Takt. In Eftalou gibt es ein altes Hamam mit einer bis zu 45 Grad heißen Quelle, die wie ein Jungbrunnen wirkt, und deren heilkräftige Wirkung bei vielen Krankheiten, insbesondere des Gelenkapparates, seit dem Altertum bekannt ist. Das Baden ist im naturgefaßten Becken und in Einzelbädern möglich.

Zum Bergdorf Vafios führt sowohl eine Teerstraße als auch ein alter „monopathi“ der früher Vafios und Petra verbunden hat. Es lohnt sich, diesem Anstieg am Nachmittag zu machen, um dann im Sonnenuntergang in einer der Tavernen in Vafios köstlich zu speisen.

Die alte Römerstraße führt vorbei am Campingplatz von Molivos bis auf die Höhe von Vafios oder Argenos. Es eröffnen sich wundervolle Landschaftsausblicke. Zum Teil sind Reste antiker römischer Wasserleitungen zu finden.

Eine romantische Schifffahrt, zwischen der Nordküste von Lesbos und der ca. 12 Seemeilen entfernten türkischen Küste (für die Griechen „mikra Asia“) führt nach Skala Sikiaminias, dem idyllischen Hafenort mit der wohl eigenwilligsten Marienverehrung, der „Gottesmutter mit dem Fischleib“. Der Dichter Stratos Mirilvilis schrieb unter dem Maulbeerbaum der Taverne „I Sikiamina“ den Roman: „Die Madonna mit dem Fischleib“. Es lohnt sich, einen Weg von Mithimna an der Küste entlang zu Fuß nach Skala Sikiaminias zu gehen (ca. 12 km). Nach ca. 2 Stunden Wegstrecke lädt das Paradiso, ein kleines, uriges Restaurant zu leckeren landestypischen Gerichten ein.

Das Töpferdorf Mantamados mit dem Kloster Taxiarchis ist ein beliebter und beeindruckender Wallfahrtsort. Ca. 10 km weiter in Richtung Mythilini liegt die Sommersiedlung Ag. Stefano. Es gibt zwar einen wunderschönen Fußweg vom Kloster Mandamados bis Ag. Stefano, doch kaum jemand kennt ihn noch. An der Landzunge Ag. Stefano sind die Werkstätten und die Brennöfen der Töpfer jetzt über eine Teerstraße zu erreichen. Versteckt im Olivenhain liegt die wunderschöne, alte byzantinische Kirche Ag. Stefano, ein heiliger, heilender Ort der Ruhe und Frömmigkeit.

Auf der Weiterfahrt nach Mythilini, der Inselhauptstadt, sollten Sie einen Abstecher zum Kloster Ag. Rafail machen. Der zwar erst 40 Jahre alte Kloster-Neubau zählt jährlich viele Tausende Besucher, Griechen aus dem In- und Ausland, die auf Wunderheilungen hoffen, wie sie sich hier nach den Aufzeichnungen der Äbtissin Eugenia vielfach ereignet haben.