Westen

Lesbos ist eine Wander-Insel. Wir empfehlen eine Wanderung nach Petra, unserem Nachbardorf mit der Kirche auf dem Felsen, der dem Ort wahrscheinlich den Namen gegeben hat. Sehenswert die Kirche der „süß küssenden Gottesmutter“ und die älteste byzantinische Kirche von Lesbos Ag. Nikolaos. Nach der Wanderung Abkühlung im Meer am Sandstrand und Essen in einer der vielen Tavernen. Besonders zu empfehlen – Elenis Küche in der Frauenkooperative.

Im Bergland von Petra liegt auf einem Hochplateau der Platz des Heiligen Alexandros mit Resten des ersten Klosters von Lesbos aus dem 4. Jh. Die sehr eindrucksvolle Landschaft und die Ordnungen der Natur lassen einen alten Kraftplatz vermuten. Ebenfalls in den Bergen ein wenig östlich von Petra liegt das Tal der Mühlen, ein verwunschener Rundweg, führt nach Petri wo man im Kafenion bei fantastischer Aussicht auf Petra und das Meer leckere hausgemachte Speisen essen kann.

Weiter westlich liegt einer der schönsten Naturstrände Ambelia. Es empfiehlt sich, am Morgen mit dem Linienbus nach Anaxos oder etwas weiter bis zum Weg nach Ambelia zu fahren, den Tag am Strand zu genießen und am Abend auf dem alten Eselspfad, der sich hoch über der Küste und durch die Gärten von Anaxos Gärten schlängelt, den Heimweg anzutreten. Hinter jeder Biegung erscheint Molivos mit seiner Festung. Wir laufen in den Sonnenuntergang und ein Fischessen in Avlaki könnte ein wundervoller Tagesabschluß sein.

Drei Klöster-Wanderung (Hin- und Rückfahrt müssen organisiert werden) Beginnend mit dem Frauen-Kloster Myrsiniotissas mit wunderschönen Gärten und Innenhöfen, dem Männer-Kloster Ag.Limonas, mit einem sehr eindrucksvollen Museum und dem Unterkloster Ag. Anagiri. Besonderheit des Unterklosters ist die Kapelle mit Darstellung antiker Heiler und die unterhalb liegende Zweikuppelkirche mit einer atemberaubenden Akustik.

… der “wilde Westen” von Lesbos! Vor 20 Millionen Jahren gab es hier große Wälder mit Mammutbäumen, Zimtbäumen, Kiefern, die unter Vulkanasche vergraben wurden und infolge jahrtausendelanger Versinterung durch heiße Quellen heute als „versteinerter Wald“ zu sehen sind. Seit 2001 gibt es ein fantastisches Museum in Sigri. Außerdem ist Sigri ein ursprünglicher Hafenort mit wunderbaren Stränden, besonders im Norden der Strand Faneromeni.

Wer Lesbos bereist, sollte auch Skala Eressou besuchen. Vor 2600 Jahren wurde hier die Dichterin, Tänzerin und Musikerin Sappho geboren, von Platon wurde sie als die zehnte Muse bezeichnet. Sie gründete nach ihrer Rückkehr aus dem sizilianischen Exil eine „Höhere Töchter-Schule“ in Mythilini. Sapphos Lyrik, gewidmet der Liebesgöttin Afrodite, Verse von Liebe, Sehnsucht, Glück, Trennung und Tod waren sicher auch ihren Lieblingsschülerinnen gewidmet. Skala Eressos ist von Mai bis Oktober ein bunter Hafenort, mit einem der schönsten Sandstrände von Lesbos, einem bildschönen fast kitschigem Sonnenuntergang, wo das Leben Platz hat für alle …

      
       

 

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